Time-Tracker

Noch nicht ganz fertig, aber schon in den Startlöchern ist der Time-Tracker. Eine frühe Beta-Version ist auch schon im Play-Store verfügbar.

[Update]: Ich benutze die App zwar schon privat für mich, aber noch ist sie mir von den Featueres her noch nicht "rund" genug. Ich will die App nicht in diesem Zustand veröffentlichen und sie dann "verbrennen". Bis ich ein rundes Paket geschnürt habe, lasse ich sie erstmal weiter im Beta-Status..

Anwendungen zur Zeitverwaltung gibt es ja bereits wie Sand am Meer. Warum also noch eine Version schreiben?
Der Time-Tracker benutzt im Gegensatz zu den bestehenden Anwendungen ein hierarchisches Modell für die Aufgabenstruktur. Es gibt dort nicht nur die üblichen zwei Ebenen - die Ebene Projekt mit der Unterebene Teilaufgabe denen man dann jeweils die Zeiten zuordnen kann, sondern beim Time-Tracker können die Aufgaben in einer Baumstruktur mit beliebiger Tiefe organisiert werden. Zeiten können dann auf jeder Ebene dieser Baumstruktur zugeordnet werden. So können Projekte sehr detailliert dokumentiert werden.

Diese Baumstruktur ist der Blickwinkel wenn man wissen will wieviel Zeit in einem Projekt für welche Teilaufgaben verwendet wurde. Parallel gibt es aber noch den Blickwinkel der jeweiligen Tagesarbeitszeiten.
Manchmal macht es Sinn zwar die gesamte Einsatzdauer zu erfassen, aber nur einen Teil davon noch einmal extra detaillierter zu dokumentieren. Um dann nicht viele Ereignisse auf der detailarmen Ebene generieren zu müssen, die die Lücken zwischen den gesondert dokumentierten Zeiten füllen, erlaubt es der Time-Tracker einem Ereignis Unterereignisse zuordnen zu können, die dann automatisch bei der Berechnung der Werte für das übergeordnete Ereignis ausgenommen werden.

 

Das Konzept der App läßt sich am Besten an einem Beispiel erklären. Zwei Tage mit Ereignissen, einer freiberuflichen Tätigkeit:

Zuerst benötigt man die Zusammenstellung der Aufgaben, denen man Zeiten zuordnen möchte. Für dieses Bespiel

 

Der erste Tag des Bespiels beginnt mit zwei Job-Interviews außer Haus. Dabei fällt neben der reinen Interview-Zeit auch Fahrtzeit an, die aber nicht unter der Zeit für die Interviews verbucht werden soll.

Die übliche Vorgehensweise ist, diese Fahrtzeiten dann entweder gar nicht zu erfassen. Dann hat man aber Lücken im Zeitplan. Oder man erfasst diese Zeiten extra. Macht aber Aufwand, den man sich bei Zeiten, die dann nicht weiter verbucht werden können meist sparen möchte.

Der Time-Tracker kennt hingegen Ereignisse, die wiederum Unterereignisse haben können. An diesem Beispiel: Man kann für die Interviews ein Ereignis definieren, das von Abfahrt in Richtung des ersten Interessenten bis zur Rückkehr von den Interviews dauert. So hat man diesen kompletten Zeitraum in dem man außer Haus war dokumentiert. Die einzelnen Interviews können dann als untergeordnete Ereignisse diesem Gesamtzeitraum untergeordnet werden. Die Dauern dieser Unterereignisse werden dann bei der Berechnung des Werts des Ereignisses automatisch abgezogen und nur die nicht anderweitig zugeordnete Zeit wird betrachtet.

Mit diesem Verfahren können auch Pausen dokumentiert und abgerechnet werden (siehe Tag 2). Man ordnet einem Ereignis einfach ein Unterereignis mit dem Stundenlohn Null zu. Dann wird die Pausenzeit von der gesamten Einsatzdauer abgezogen und nicht weiter in Rechnung gestellt. Dieses Pausenereginis könnte auch nur pauschal durch seine Länge definiert werden ohne die genauen Anfangs- und Endzeiten angeben zu müssen.

Den Job Interviews schließen sich dann an Tag 1 noch ein paar interne Tätigkeiten an, die den entsprechenden Aufgaben zugeordnet werden.

Nach Eingabe der Ereignisdaten erzeugt der Time-Tracker dann für den ersten Tag den folgenden Report:

Das erste Ereignis geht von 09:00 bis 14:00, hat also eine Länge von 5 Stunden. Diesem Ereignis wurde hier keine eigene Aufgabe zugeordnet.
Innerhalb dieser Zeit wurden für die zwei Job-Interviews zwei Unterereignisse eingetragen Anschließend wird noch die Restzeit des übergeordneten Ereignisses, also der Gesamtzeit die man für die Interviews gebraucht hat, aufgeführt.

Wieder im Büro folgten noch zwei weitere Tätigkeiten.

Alle diese Ereignisse sind nicht extern fakturierbar. Die entsprechenden Aufgaben haben einen Stundenlohn von Null, also haben die Ereignisse auch keinen fakturierbaren Wert.

 

An Tag 2 wird beim Kunden am Projekt Time-Tracker gearbeitet. Auch hier wird die Arbeitszeit nicht vollständig den Detailaufgaben zugeordnet, sondern nur die Teile davon mit den interessanten Unteraufgaben. Der Rest wird dem Projekt pauschal zugeordnet.

Dazu wird wieder ein Eintrag mit der Anfangs- und Endzeit beim Kunden für das übergeordnete Ereignis erstellt. (Time-Tracker von 09:00 bis 18:30) Diesem werden dann die Unterereignisse zugeordnet, die man gesondert dokumentieren möchte. Dabei muß man für die Unteraufgaben die Stundensätze nicht extra eingeben. Sie werden ggf. dann von den übergeorndeten Aufgaben übernommen (können aber bei Bedarf auch separat gesetzt werden). Hier wurde mit einem Stundensatz von 70.- gerechnet.

Auch die erweiterte Pause wird hier zugeordnet und automatisch von der abzurechnenden Zeit abgezogen (Aufgabe mit Stundensatz 0).

 

Neben der Tagesansicht können die Ereignisse auch nach den zugeordneten Aufgaben ausgewertet werden. Hier die Auswertung für die oben besprochenen Ereignisse:

 

Insgesamt wurden 12:30 Stunden erfasst.
Dabei wurden vom ersten Tag nur die beiden Interviews berücksichtigt, nicht die Gesamtzeit der Interview-Tour, da die Tour keiner Aufgabe zugeordnet war.

Die Ereignisse vom zweiten Tag wurden automatisch so gesplittet, daß die explizit eingetragenen Ereignisse separat ausgewiesen werden, die Restzeit aber trotzdem der Aufgabe Time-Tracker zugeordnet wird.

 

Die Beta-Version des Time-Trackers gibt es bei Google Play™
https://play.google.com/apps/testing/de.leo.android.time_tracker

(Registrierung als Tester erforderlich)

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